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Table of Contents
                            Titelblatt
Urheberrecht
Vorwort
Inhalt
1. Das Wort
	1.1 Verb
		1.1.1 Konjugation des Verbs
		1.1.2 Tempus des Verbs
		1.1.3 Modus des Verbs
		1.1.4 Genus Verbi: Aktiv – Passiv
		1.1.5 Verschiedene Klassen von Verben
		1.1.6 Infinite Verbformen
	1.2 Substantiv
		1.2.1 Genus des Substantivs
		1.2.2 Numerus des Substantivs
		1.2.3 Kasus des Substantivs
	1.3 Artikel
		1.3.1 Formen der Artikel
		1.3.2 Gebrauch der Artikel
		1.3.3 Andere Artikel
	1.4 Pronomina
	1.5 Adjektiv
		1.5.1 Komparierbarkeit/Steigerbarkeit
		1.5.2 Verwendungen des Adjektivs
		1.5.3 Deklination des Adjektivs
		1.5.4 Das substantivierte Adjektiv
		1.5.5 Adjektive und Partizipien
		1.5.6 Zahladjektive
	1.6 Präpositionen
	1.7 Konjunktionen
	1.8 Adverbien
	1.9 Partikeln
		1.9.1 Modalpartikeln
		1.9.2 Gradpartikeln
		1.9.3 Steigerungspartikeln
		1.9.4 Interjektionen
	1.10 Musteranalysen
	1.11 Übungsaufgaben
2. Satzglieder
	2.1 Die Dinge zwischen Wort und Satz
	2.2 Wie erkennt man Satzglieder? – Satzgliedtests
	2.3 Wie viele Satzglieder braucht ein Satz?
	2.4 Das Prädikat
		2.4.1 Die Bindungsfähigkeit von Prädikaten bzw. Verben – die Valenz
		2.4.2 Semantische Rollen
	2.5 Das Subjekt
	2.6 Das Objekt
		2.6.1 Wie man die Objektarten erkennt
		2.6.2 Das Akkusativobjekt
		2.6.3 Das Dativobjekt
		2.6.4 Das Genitivobjekt
		2.6.5 Präpositionalobjekt
	2.7 Das Adverbial
	2.8 Präpositionalobjekt versus Adverbial – (k)ein Problem
	2.9 Das Prädikativ
	2.10 Wie unterteilt man Satzglieder? – Binnengliederung, Attribute
	2.11 Musteranalyse
	2.12 Übungsaufgaben
3. Stellung der Satzglieder im Satz
	3.1 Topologisches Grundschema
	3.2 Satzklammer
	3.3 Satzarten und Stellung des finiten Verbs
	3.4 Vorfeld
	3.5 Mittelfeld
	3.6 Nachfeld
	3.7 Informationsgliederung durch die Stellung
	3.8 Analyse eines Textbeispiels
	3.9 Übungsaufgaben
4. Satz
	4.1 Was ist ein Satz?
	4.2 Satzarten
	4.3 Der komplexe Satz
		4.3.1 Satzgefüge oder Satzreihe
		4.3.2 Hauptsatz und Nebensatz
		4.3.3 Wie können Hauptsätze und Nebensätze voneinander unterschieden werden?
		4.3.4 Konjunktionale Nebensätze mit Verbletztstellung
		4.3.5 Relativsätze
		4.3.6 Indirekte Fragesätze
		4.3.7 Uneingeleitete Konditionalsätze
		4.3.8 Uneingeleitete Nebensätze mit V2-Stellung
		4.3.9 Satzwertige Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen
		4.3.10 Die syntaktischen Funktionen von Nebensätzen und satzwertigen Konstruktionen
	4.4 Wie analysiert man komplexe Sätze?
	4.5 Übungsaufgaben
5. Grammatik wozu?
	5.1 Was dieses Kapitel soll und wie es zu gebrauchen ist
	5.2 Journalistischer Text
		5.2.1 Einführung in die Analyse des journalistischen Textes
		5.2.2 Markierung verschiedener Sprecher und Sprecherhaltungen
		5.2.3 Elemente der Reportage: Nähe und Direktheit
		5.2.4 Grammatische »Merkwürdigkeiten«
		5.2.5 Zusammenfassung
	5.3 Lyrischer Text
		5.3.1 Einführung in die Analyse des lyrischen Textes
		5.3.2 Die Unvollständigkeit der Sätze und ihre Interpretation
		5.3.3 Vom Sinn und Zweck von Konstruktionsbrüchen
		5.3.4 Abweichungen in der Satzstellung
		5.3.5 Was bedeutet sich?
		5.3.6 Zusammenfassung
	5.4 Verwaltungstext
		5.4.1 Einführung in die Analyse des Verwaltungstextes
		5.4.2 Der Verbalkomplex
		5.4.3 Der Nominalstil
		5.4.4 Komplexe Phrasenstruktur
		5.4.5 Komplexe Satzstruktur
		5.4.6 Alte und neue Information: Thema – Rhema
		5.4.7 Zusammenfassung
Register
Quellenverzeichnis
Lösungen zu den Übungsaufgaben
                        
Document Text Contents
Page 131

Attribute klassifiziert werden.

Zurück zu den Satzgefügen und ihren Besonderheiten: Ein wichtiges Element im
komplexen Satz muss noch erläutert werden, das Korrelat.

Was sind Korrelate und welche Funktion haben sie?
Vielleicht haben Sie es selbst schon gemerkt? Im übergeordneten Satz können
Pronomina (Personal- oder Demonstrativpronomina) und Adverbien bzw.
Pronominaladverbien auftreten, die auf den Nebensatz verweisen. Man spricht von
Korrelaten, vgl. hierzu:

35 Beispiel eines komplexen Satzes mit Korrelat

Ich habe fest daran geglaubt, dass Eva gewinnt.

36 Analyse von Beispiel (35):

Das Korrelat daran ersetzt als Proform (= Ersatzform) den gesamten Nebensatz dass Eva

gewinnt.

Da die Proform daran der Wortart Pronominaladverb angehört, ist sie ein Indiz dafür, dass es

sich bei dem Nebensatz um einen Objektsatz in der Funktion eines Präpositionalobjektes

handelt.

Die Frage aus 35 lautet: Woran habe ich fest geglaubt?

Antwort: , dass Eva gewinnt. das, dass Eva gewinnt.

Das Korrelat daran steht im Mittelfeld an der Stelle des Trägersatzes, an der normalerweise das

entsprechende Satzglied stehen müsste.

Es hat vorauszeigende Verweisfunktion, da der Nebensatz erst im Nachfeld folgt.

Korrelate haben also die folgenden Eigenschaften:
1. Sie stellen die Proform des Nebensatzes dar und haben selbst keinen

Satzgliedstatus.
2. Ihre morphologische Realisierung als Pronomen, Adverb oder

Pronominaladverb gibt Aufschluss über die syntaktische Funktion des
Nebensatzes als Subjekt-, Objekt- oder Adverbialsatz.

3. Sie besetzen im Trägersatz genau die Position, die das Satzglied (oder Attribut)
normalerweise einnähme. Sie zeigen also an, wo das Satzglied (oder Attribut)
eigentlich platziert sein müsste, wenn es nicht, was bei Nebensätzen die Regel
ist, außerhalb der Klammerstruktur stünde.

4. Sie können obligatorisch oder fakultativ sein.

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5. Sie haben Verweisfunktion; in der Regel sind sie vorausverweisend.
6. Es gibt auch rückverweisende Korrelate auf den davor genannten Nebensatz.

4.3.5 Relativsätze

Neben den konjunktionalen dass-Sätzen oder Temporalsätzen sind auch
Relativsätze sehr häufig. Sie stimmen mit den konjunktionalen Nebensätzen darin
überein, dass sie das finite Verb in VL-Stellung aufweisen. Ein großer struktureller
Unterschied besteht darin, dass sie mit einem Relativpronomen (oder einem
Relativadverb) eingeleitet sind.

Ein prototypischer Relativsatz hat die folgende Struktur:

37 Relativsätze mit VL-Stellung

Der prototypische Relativsatz steht im Nachfeld des übergeordneten Satzes. Er wird
mit einem Relativpronomen (37-1, 37-2, 37-3) oder Relativadverb (37-4) eingeleitet.
Es handelt sich dabei um d- oder w-Elemente. Die Relativsätze (37-1 bis 37-4) sind
Attributsätze, da sie ein nicht verbales Satzglied des Trägersatzes näher bestimmen.

Die Relativpronomina (bzw. Relativadverbien) sind in Relativsätzen die
klammeröffnenden Elemente, sie bilden also die linke Satzklammer.
Zugleich haben sie im Relativsatz Satzgliedfunktion oder sie sind Teil eines
Satzglieds (Attribut).

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der
formal: Pronominalphrase: Relativpronomen, das auf niemand
referiert
funktional: Subjekt

Der NS 4 ist insgesamt durch die Negationspartikel nicht verneint.
zu NS 5 als Teil des Akkusativobjekts zu NS 3 und Attributsatz zu

hätte
formal: 3. Person Singular Konjunktiv II Aktiv des Vollverbs haben
funktional: Prädikat

Das Prädikat hat zwei Mitspieler (x hat y), nämlich Subjekt und Akkusativobjekt:
Das Subjekt ist ausgefallen und muss sinngemäß aus NS 4 ergänzt werden (der). eben so goldene Haare

formal: komplexe Nominalphrase
funktional: Akkusativobjekt

eben so goldene
formal: Adjektivphrase mit pränuklearer
Steigerungsund Gradpartikel
funktional: pränominales Adjektivattribut zu
Haare

Auch die Negationspartikel nicht ist sinngemäß aus NS 4 zu ergänzen; auch diese ist im NS 5 nicht wiederholt.
zu HS 4:

starb
formal: 3. Person Singular Indikativ Präteritum Aktiv des
Vollverbs sterben
funktional: Prädikat

Das Prädikat hat einen Mitspieler (x stirbt), nämlich das Subjekt:

sie
formal: Pronominalphrase, Personalpronomen, das auf die
Königin referiert
funktional: Subjekt

zu NS 6 als temporalem Adverbialsatz zu HS 4:
versprochen hatte

formal: Verbalkomplex aus finitem Hilfsverb hatte (3. Person
Singular Indikativ Präteritum Aktiv) und infinitem Vollverb
versprechen in der Form des Partizips II. Insgesamt ist die
Verbform als 3. Person Singular Indikativ Plusquamperfekt Aktiv
zu bestimmen.
funktional: Prädikat

Das Prädikat hat drei Mitspieler (x verspricht y z), nämlich Subjekt, Akkusativobjekt und Dativobjekt:

der König
formal: Nominalphrase
funktional: Subjekt

das
formal: Pronominalphrase: Demonstrativpronomen
funktional: Akkusativobjekt

ihr
formal: Pronominalphrase: Personalpronomen, das auf die
Königin referiert

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funktional:

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