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Page 1

Perceptions of people living in
the catchment area of Madwaleni Hospital, South Africa

regarding the health and social problems
facing their community











D i s s e r t a t i o n

to obtain the academic degree doctor medicinae (Dr. med.)

at the Medical Faculty Carl Gustav Carus

of the Dresden University of Technology











submitted by



Carolin Winkel

born on 27. April 1983 in Berlin-Lichtenberg





Dresden 2010

Page 2

1. Reviewer: Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Joachim Kugler



2. Reviewer: Prof. Dr. med. Jörg Klewer





Date of the dissertation defence: 07. December 2010









signed by: Prof. Dr. rer. nat. Henning Morawietz

Chairman of the Doctorate Committee

Page 89

Perceptions of people living in the catchment area of Madwaleni Hospital regarding the health and social problems facing their community


Results

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public transport to access the hospital (69.6 %; N=126). The majority of “HIV untested”

women were able to walk to Madwaleni Hospital. However, the majorities of the other

three sub-samples were dependent on taxis to access the hospital (figure 3-37).


Madwaleni Hospital (N=181)

- Ways to access hospital -

Public transp.

Walking

Madwaleni Hospital (N=181)

- Ways to access hospital -

Groups

4321
P

er
ce

nt
ag

e
(%

)

100
90

80
70
60
50

40
30
20

10
0

Public transp.

Walking

*(Group 1: “HIV untested, male”; Group 2: “HIV untested,
female”, Group 3: “HIV+, male”; Group 4: “HIV+, female”)



Figure 3-37: Madwaleni Hospital – Ways of access (N=181)


On average, each of the Madwaleni community member who was

dependent on public transport had to spend 26.98 Rand per return-trip to the hospital

(3.93 US $1; Range: 10 to 68 ZAR [1.46 to 9.91 US $]2; N=126). Almost two thirds of them

had to spend between 10 and 29 Rand (65.9 %; N=83), while the other third had to spend

between 30 and 68 Rand (34.1 %; N=43).

3.1.3 Comparison of the Madwaleni community with the general
South African population

The collected data pertaining to the Madwaleni community was compared

to corresponding data pertaining to the South Africa population as a whole (see chapter

2.11.3, page 41).

Summarising the findings, the Madwaleni community and the general South

African population differed significantly from one another in the majority of the compared

characteristics (p < 0.05 for 43 of the 57 variables; 75.4 %), whereas the Madwaleni

community members were substantially more disadvantaged (table 3-5).




1-2 Applying the exchange rate from a chosen point of time of the survey: 1 US $ = 6.8595 ZAR (31/12/2007;
Data source: http://de.exchange-rates.org; 2008).

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Perceptions of people living in the catchment area of Madwaleni Hospital regarding the health and social problems facing their community


Results

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Variable Madwaleni
community

General South
African pop.

Comparison

( 2; p)

Marital status Marital status:

Never married



Currently married



Divorced



Widowed





44.0 %



45.0 %



4.5 %



6.5 %



55.3 % (***)



36.7 % (***)



1.9 % (***)



6.1 % (***)


2 = 9.778

p = 0.002
2 = 5.491

p = 0.019
2 = 6.378

p = 0.012
2 = 0.089

p = 0.766

Sexual behaviour Condom use/ Rate 55.6 % 33.3 % (†††) 2 = 39.114

p < 0.001

Sexual partners:

1

2+



90.4 %

9.6 %



96.5 % (†††)

3.5 % (†††)


2 = 25.140

p < 0.001

Education Highest level of
education:

No schooling



Some primary



Completed primary



Some secondary



Gr. 12/ Std. 10



Higher





15.5 %



20.5 %



7.5 %



48.5 %



8.0 %



0





10.3 % (†)



16.0 % (†)



5.9 % (†)



40.1 % (†)



18.6 % (†)



9.1 % (†)




2 = 6.722

p = 0.010
2 = 3.013

p = 0.083
2 = 0.798

p = 0.372
2 = 6.021

p = 0.014
2 = 39.683

p < 0.001

N/A

Literacy rate 21.7 % 13.6 % (*) 2 = 9.794

p = 0.002

Employment
status

Unemployment

rate

80.5 % 25.5 % (††) 2 = 308.758

p < 0.001

Household
income

Receiving any

salaries/ Rate

29.4 % 58.1 % (††) 2 = 65.956

p < 0.001

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14) Im Durchschnitt benötigte jedes Gemeindemitglied eine Dreiviertelstunde, um die

nächstgelegene Klinik, und fast eineinhalb Stunden, um das Madwaleni Hospital zu

erreichen, wobei 40 % bzw. 60 % von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig waren.

15) Die Eigenschaften der Gemeinde Madwalenis mit den entsprechenden Daten aus

Apartheidszeiten vergleichend, fällt auf, dass sich die Lebensumstände nicht

entscheidend verbessert haben, was verdeutlicht, dass Regierungs- und Nicht-

Regierungs-Programme noch nicht alle ländlichen Gemeinden erreicht haben.

16) Diese Eigenschaften darüber hinaus mit denen benachbarter Gemeinden

vergleichend, ergeben sich viele Gemeinsamkeiten, weshalb die Ergebnisse dieser

Arbeit möglicherweise zu einem gewissen Grad generalisierbar sind, zumindest auf

ländliche Gemeinden im Gebiet der ehemaligen Transkei.

17) Die Gemeinde Madwalenis unterschied sich in 75 % der gegenübergestellten

Eigenschaften signifikant von der Gesamtbevölkerung Südafrikas, wobei die

Gemeindemitglieder Madwalenis entscheidend benachteiligt waren.

18) Beispielsweise waren sowohl die Analphabetenrate (21.7 % vs. 13.6 %, p = 0.002)

als auch die Arbeitslosenquote (80.5 % vs. 25.5 %, p < 0.001) signifikant höher.

19) Zudem lebten in Madwaleni signifikant mehr Menschen unter der Armuts-Grenze

von 2 US $ pro Tag (92.2 % vs. 34 %, p < 0.001).

20) Weiterhin hatten signifikant weniger Gemeindemitglieder Zugang zu sauberem

Trinkwasser, einhergehend mit einer signifikant höheren Anzahl von ihnen, die

stattdessen Flusswasser nutzten (75.5 % vs. 5.1 %, p < 0.001).

21) Zusätzlich hatten signifikant weniger Gemeindemitglieder Zugang zu Sanitäranlagen

(31.3 % vs. 91.8 %, p < 0.001) bzw. Elektrizität (8.5 % vs. 80.2 %, p < 0.001).


Bedeutendste Gesundheits- und soziale Probleme der Gemeinde Madwalenis

22) Die Gesundheitsprobleme mit der größten Bedeutung für die Gemeinde Madwalenis

waren Tuberkulose, HIV/AIDS und Bluthochdruck (Hypertonie).

23) Erkrankungen des Bewegungsapparates und Kopfschmerzen waren weitere

relevante Gesundheitsprobleme.

24) Interessanterweise wurden die Gesundheitsprobleme Bilharziose/ Schistosomiasis,

Epilepsie, Herpes Zoster, HIV/AIDS, Atemwegsinfektionen und Schlaganfall

(Apoplex) von den HIV-ungetesteten Gemeindemitgliedern als schwerwiegender

empfunden als von den HIV+, was möglicherweise dadurch erklärt werden kann,

dass die HIV+ Männer und Frauen im Rahmen des Madwaleni HIV/ARV

programmes nicht nur über diese Krankheiten aufgeklärt, sondern auch auf sie hin

untersucht wurden.

25) Zudem hatten soziale Probleme auf das Leben der Gemeindemitglieder Madwalenis

mehr Einfluss als Gesundheitsprobleme, wobei die sozialen Probleme mit der

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größten Bedeutung Alkoholmissbrauch, Abhängigkeit von der Sozialhilfe und

Rauchen waren.

26) Mit den vorausgegangenen Ergebnissen übereinstimmend, waren Arbeitslosigkeit,

Schulbildung & Analphabetismus, Lebensmittelversorgung sowie Armut weitere

relevante soziale Probleme in der Region.


Empfehlungen für zukünftige Gesundheitsaufklärungs- und Präventionsprogramme

27) Zum Zeitpunkt der Studie waren HIV/AIDS, Tuberkulose und gesunde Ernährung

die meist gewünschten Themen möglicher zukünftiger Gesundheitsaufklärungs- und

Präventionsprogramme für die Gemeindemitglieder Madwalenis.

28) Sexuell übertragbare Krankheiten, Alkohol & Drogenmissbrauch, sicheres

Trinkwasser sowie Schmerzen & Fitness wurden als die darauf folgenden Themen-

wünsche gewählt.

29) Im Übrigen wählten HIV-ungetestete Männer das Thema HIV/AIDS signifikant

seltener als die anderen Gemeindemitglieder (p < 0.001), was insbesondere vor

dem Hintergrund interessant ist, dass Männer in der Region um Madwaleni nur eine

Minderheit von 20 % der Personen ausmachen, die sich auf HIV testen lassen.

30) Es fiel ebenfalls auf, dass zuvor nicht in Betracht gezogene Themen, wie beispiels-

weise die Prävention von Unfällen und Verletzungen bzw. Erste Hilfe für mehr als

85 % der Gemeindemitglieder relevant waren.

31) Bei bestimmten Themen zeigte sich zudem ein unterschiedliches Abstimmungs-

verhalten zwischen den Geschlechtern; es wäre entsprechend sinnvoll für Männer

z.B. Workshops über Prostata- & Hodenkrebs oder erektile Dysfunktion bzw. für

Frauen über Brustkrebs oder Zervixkarzinome & Pap-Abstriche anzubieten.

32) Zusätzlich fiel auf, dass HIV+ Gemeindemitglieder Depressionen & Stress sowie

psychiatrische Erkrankungen signifikant häufiger wählten als HIV-ungetestete

(p < 0.001), wobei weitere Studien notwendig sind, um die zu Grunde liegenden

Ursachen zu untersuchen.

33) Alle Ergebnisse dieser Erhebung in Betracht ziehend, sollte das Pflegepersonal des

Madwaleni Hospitals und der angeschlossenen Kliniken sich vor allem darauf

konzentrieren, die bereits existierenden Programme zu erhalten, vor allem das

Madwaleni HIV/ARV programme sowie die Workshops über Bluthochdruck

(Hypertonie) und Diabetes mellitus.

34) Können darüber hinaus qualifiziertes und motiviertes Personal rekrutiert und die

notwendige finanzielle Förderung sichergestellt werden, sollten sich zukünftige

Gesundheitsaufklärungs- und Präventionsprogramme auf Tuberkulose, Alkohol- &

Drogenmissbrauch und sicheres Trinkwasser konzentrieren.

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